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Negative Gefühle sanft und schnell loslassen


Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause, freuen sich auf die Entspannung und Ihren wohlverdienten Feierabend. Sie hängen Ihre Jacke an den Haken im Flur, ziehen die Schuhe aus, recken sich  und begeben sich in Ihr Wohnzimmer – da trifft Sie fast der Schlag! Ihr 15-jähriger Sohn hatte offensichtlich am Nachmittag Besuch von Freunden. Mehreren Freunden! Leere Pizzakartons liegen auf dem Fußboden, benutzte Gläser machen klebrige Ringe auf Ihrem frisch abgezogenen Holztisch, irgendjemandem ist die Fernbedienung auseinander gefallen und sie liegt in Einzelteilen auf dem Sofa. Natürlich ist Ihr Sohn gerade mit den Kumpels fürs Wochenende weggefahren.

"Das ist nicht sein Ernst! Das darf einfach nicht wahr sein!" Ihnen kocht die Galle über, Sie schäumen vor Wut. Sie fluchen laut vor sich hin. Sie sind wütend und ärgern sich. …

Stunden später ärgern Sie sich immer noch. Sie kommen nicht zur Ruhe. Ihr entspannter Abend ist zum Teufel gegangen und Ihr Magen tut weh vor lauter Unmut.

Von Kindern lernen, Gefühle schnell loszulassen

Eigentlich ist Ihnen längst selber klar, dass Ihr Ärger Ihnen nicht weiter hilft, nur – was tun? Sie können sich nicht befehlen, sich nicht weiter zu ärgern. Im Gegenteil: Je mehr Sie gegen Ihr ungutes Gefühl angehen, desto stärker wird es.

Erwachsene Menschen haben oft Problem damit, Gefühle einfach loszulassen, während Kindern das noch scheinbar mühelos möglich ist. Sie haben bestimmt schon einmal beobachtet, was geschieht, wenn ein kleines Kind fällt, sich offensichtlich wehtut, aber niemand Notiz von dem Geschehen nimmt. Es wird sich nach kurzem Schreck sofort anderen, wichtigeren Dingen zuwenden und die Geschichte innerhalb von Minuten wieder vergessen.


Das Loslassens von Gefühlen wieder ins Leben integrieren

Audioprogramm "Loslassen" von André Loibl

Um die Fähigkeit des Loslassens wieder ins alltägliche Leben zu integrieren möchte ich Ihnen eine sehr einfache Methode vorstellen.

Dafür stellen Sie sich vier einfache Fragen:
-    Können Sie das Gefühl in diesem Moment akzeptieren?
-    Könnten Sie dieses Gefühl jetzt loslassen – nur für diesen Moment?
-    Würden Sie das Gefühl loslassen?
-    Wann würden Sie es loslassen?

Probieren Sie es einfach einmal aus. Denken Sie an eine Situation, die in Ihnen ein ungutes Gefühl aufkommen lässt, z.B. Ärger. Versetzen Sie sich in diese Situation und fühlen Sie das, was Sie dann fühlen würden.

Dann fragen Sie sich:


-    Kann ich den Ärger (oder welches Gefühl auch immer) in diesem Moment akzeptieren?

Antworten Sie spontan, ohne viel nachzudenken. Für den Erfolg der Sedona-Methode ist es nicht wichtig, wie Ihre Antwort ausfällt. Vielleicht wird Ihnen klar, dass Sie gerade nicht anders können, als dieses Gefühl zu akzeptieren, weil Sie es für den Moment ohnehin nicht loswerden. Oder Sie bemerken, dass Sie keinesfalls bereit sind, dieses Gefühl zu akzeptieren. Es gibt hier keine richtige oder falsche Antwort. Antworten Sie einfach ehrlich so, wie es Ihnen in den Sinn kommt.

Die nächste Frage lautet:
-    Könnte ich dieses Gefühl jetzt loslassen – nur für diesen Moment?

Auch hier gilt: es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Antworten Sie spontan und ohne langes Nachdenken. Sie müssen es nicht loslassen! Aber Sie können sich fragen, ob Sie das Gefühl theoretisch loslassen könnten. Oder ob Sie es lieber behalten möchten.

Die nächste Frage lautet:
-    Würde ich dieses Gefühl loslassen?

Wieder geht es um eine ehrliche Antwort. Vielleicht denken Sie: „Ich würde ja, wenn ich könnte!“ oder Sie denken: „Es wäre ganz gut, es loszulassen!“. Es ist nicht wichtig, wie Ihre Antwort ausfällt.

Die letzte Frage lautet:
-    Wann würde ich es loslassen?

Sie könnten antworten: „Jetzt“ oder auch „Niemals“ oder „vielleicht später“. Egal, wie die Antwort ausfällt, seien Sie einfach ehrlich.

Nachdem Sie diese vier Fragen nun beantwortet haben, fühlen Sie einfach einmal in sich hinein. Hat sich bereits etwas verändert an Ihrem Gefühl? Bei manchen Menschen reicht bereits ein Fragedurchgang aus, um eine deutliche Veränderung herbeizuführen. Aber häufig ist es sinnvoll, den Fragezyklus mehrmals zu durchlaufen.


Das Verändern der Perspektive hilft beim Loslassen von Gefühlen

Bei dieser Übung geht es in erster Linie darum, das Gefühl zuzulassen und es quasi bewusst von oben anzusehen.  Wenn wir und darauf einlassen, ein Gefühl wirklich zu fühlen, bemerken wir eventuell, dass es sich durch ein Ziehen in der Brust oder einen Druck auf dem Magen äußert. Dieser körperliche Ausdruck eines Gefühls ist viel einfacher zu fassen und zu akzeptieren, als ein diffuser „Ärger“ oder „Angst“.

Sämtliche Gefühle werden stärker, wenn wir gegen sie ankämpfen. Die Frage, ob wir dieses bewusste Gefühl für diesen Moment akzeptieren könnten steigert die Wahrscheinlichkeit, dass das Gefühl einfach vorbeigeht.

Die Frage, ob wir dieses Gefühl jetzt loslassen KÖNNTEN, lässt uns das Augenmerk verstärkt auf die Möglichkeit lenken. Wir wissen ja, dass wir theoretisch alles loslassen könnten. Wenn wir z.B. eine Tätigkeit ausführen, die unsere ganze Aufmerksamkeit fordert, lassen wir alles andere los und es ist nicht mehr präsent. Durch das indirekte und theoretische „Könntest Du…?“ wird das Loslassen sehr viel einfacher.

Durch die Frage, ob wir das Gefühl loslassen würden, kommen wir schnell wieder in unsere Mitte. „Würdest Du…?“ macht den Blick frei für die Möglichkeiten, die wir bisher vielleicht noch nicht wahrgenommen haben.  Es hilft uns, zu sehen, was der Vorteil wäre, wenn wir es tun würden.

Und die letzte Frage nach dem „Wann“ erzeugt eine Ahnung von dem Status, den wir erlangen werden, wenn wir das Gefühl losgelassen haben. Diese Frage führt uns wieder in die Gegenwart, ins Jetzt.

Mit diesen vier einfachen Fragen gelingt es uns, einen klareren Blick auf unsere Gefühle zu werfen. Diffus wahrgenommene Gefühle neigen dazu, sich in unserem Denken als große und mächtige Wesenheiten einzunisten. Durch das Anwender dieser 4-Fragen Methode gelingt es uns schnell, ein Gefühl auf eine handliche Größe zurück zu schrumpfen und es sanft und ohne Druck aufzulösen.


Eine andere Möglichkeit, eine Gedanken- oder Gefühlspirale aufzulösen ist das Setzen eines Ankers.







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